Meditation

hat viele positive Wirkungen. Es ist eine Methode, die gleichermaßen Körper, Geist und Seele stärken und heilen kann. Wenn Meditation regelmäßig mit entsprechender Dauer praktiziert wird, ist sie für Jeden - unabhängig von religiösen oder atheistischen Überzeugungen - ein Gewinn.

Der Begriff Meditation stammt vom lateinischen Wort meditatio ab, was sich mit „Ausrichten in die Mitte“ übersetzen lässt. Tatsächlich schaffen wir durch die Meditation vor allem Distanz zu unserem ruhelosen und oft verwirrten Denken. Da Gedanken jedoch meistens auf die Vergangenheit bezogen, oder als Projektionen in die Zukunft gerichtet sind, trennen sie uns vom wahren Leben, welches nur im Jetzt stattfinden kann. Im Zustand der Stille kommen wir in Kontakt zu unserer wahren Realität: des Seins in der Gegenwart. Sich selbst im Hier und Jetzt zu erfahren, mehr Präsenz des jeweiligen Momentes leben, das schließt uns an die nie versiegende Quelle der Kraft in unserem Innern an und sorgt so für Wohlgefühl. Es wundert daher auch nicht, dass gerade depressive, traurige und negativ ausgerichtete Menschen besonders gute Ergebnisse mit Meditation erzielen, denn sie macht schlicht glücklich.

 

Je weniger wir denken,
desto mehr öffnen wir uns
dem, was ist.

Mary Burmeister


Meditation ist weit mehr als eine Entspannungstechnik. Neuroforscher haben festgestellt, dass regelmässige Geistesübungen unsere grauen Zellen verändern – und damit auch, wie wir denken und fühlen. Wir wissen heute, dass sich die graue Masse bis ins hohe Alter verändern kann, sowohl was die Struktur als auch was die Arbeitsweise angeht. Der Wissenschaftler und Emotionsforscher Prof. Dr. Richard Davidson der University of Wisconsin-Madison sagt dazu: „Glück ist eine Fertigkeit, die sich erlernen lässt, wie eine Sportart oder ein Musikinstrument.“ Viele Untersuchungen zeigen heute, was praktizierende Buddhisten schon seit zweieinhalb Jahrtausenden sagen: Meditation und mentale Disziplin führen zu grundlegenden Veränderungen im Sitz des Geistes.
Neben den genannten Auswirkungen von regelmässig praktizierter Meditation kann diese jeden Bereich unseres Lebens positiv beeinflussen: So senkt sie z. B. nachweislich das Risiko eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls, baut stressbedingte Anomalien ab, wie Schlaflosigkeit, Stottern, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen, sie verbessert die Gesamtstimmung, schenkt uns mehr Kreativität, Energie und Produktivität, lockert Muskelverspannungen, verändert und erweitert unser Bewusstsein, sie verringert unser Bedürfnis nach Suchtverhalten, sie stärkt unsere Abwehrkräfte und wir lernen uns besser zu konzentrieren, um nur einige Beispiele zu nennen.


 

Wenn ihr aufgeregt und zerstreut seid und es schwierig findet, Achtsamkeit zu üben, kehrt zum Atem zurück: Sich des Atems bewusst zu werden ist schon Achtsamkeit. Der Atem ist das Wundermittel, mit dem wir unser Bewusstsein sammeln können.

Thich Nhat Hanh



 

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